Samaneri-Weihe von Mahesi

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Es berührt mich immer wieder zutiefst, wenn eine Frau sich entschliesst, Buddhas Weg zum vollkommenen Glück in aller Konsequenz zu gehen.

Obwohl ich schon einige Samaneri-Weihen miterleben durfte, war es auch diesmal wieder ein aussergewöhnliches Ereignis.

Mahesi

Mahesi war bereits öfters zu Gast in der Anenja Vihara. Sie war regelmässige Online-Teilnehmerin an Ayya Phalanyanis Vorträgen, bevor sie sich entschloss, in einer kleinen Zeremonie Zuflucht zu nehmen und den Palinamen Mahesi bekam.

Schon bald wurde sie Teil der Klostergemeinschaft. Nach Abschluss ihres Studiums erhielt sie von ihren Eltern die Erlaubnis, Nonne werden zu dürfen und wurde zur Anagarika geweiht.

Samaneri-Weihe

Nun tat sie einen weiteren Schritt ins heilige Leben. In einer berührenden Zeremonie bat sie Ayya Phalanyani um die zehn Trainingsregeln für Samaneris:

1. Keine Lebewesen zu töten

2. Nichts zu nehmen, was ihr nicht gegeben wurde

3. Keine sexuellen Handlungen auszuführen

4. Nicht zu lügen

5. Keinen Alkohol oder Drogen zu konsumieren

6. Nicht zur falschen Zeit zu essen

7. Nicht zu tanzen, zu singen oder zu musizieren

8. Keinen Schmuck oder Parfüm zu benutzen

9. Nicht auf hohen Betten zu schlafen

10. Kein Geld zu benutzen

Doch eine Samaneri übt sich nicht nur in diesen zehn Regeln. Sie nimmt auch schon die 76 Übungsregeln guten Benehmens der Bhikkhunis auf sich. Daher tauscht sie nun die weisse Robe der Laien gegen die braune Robe der Nonnen, grosszügig gespendet von unserer lieben Freundin Som.

In den nächsten zwei Jahren als Samaneri wird sie lernen, sich wie eine Nonne zu verhalten. Noch viel wichtiger: sie wird lernen, die Welt mit dem Geist einer Nonne zu betrachten. Bis sie dann den letzten Schritt ins heilige Leben unternimmt: die Bhikkhuniordination.

Bekenntnis zur Lehrerin

In einer weiteren Zeremonie anerkennt die frisch geweihte Samaneri Ayya Phalanyani als ihre Lehrerin. Sie verpflichtet sich, die nächsten vier Jahre die Ausbildung zur Bhikkhuni zu absolvieren und ihren Anweisungen Folge zu leisten.

Nach zwei Jahren als Samaneri und zwei Jahren als Bhikkhuni sollte sie dann reif sein, das Trainingskloster zu verlassen und als unabhängige Bhikkhuni in die Welt zu ziehen.

Abschluss der Zeremonie

Seit der Pandemie ist es bei uns üblich, Weihen online via Zoom zu übertragen. So konnten auch ferne Freunde an der ergreifenden Zeremonie teilnehmen. So wurde Samaneri Mahesi nicht nur von Ayya Phalanyani und den Samaneris Vinita, Kevali und Sivali, sondern auch von Ayya Saccika und Ayya Sudhamma aus den USA, Ayya Viveka aus Grossbritannien und von mir aus Sardinien mit Parittas bedacht und mit Segen überschüttet.

Mit grosser Freude und tiefem Respekt nahmen die anwesenden Gäste die Gelegenheit wahr, ihr Respekt zu erweisen und ihr nützliche Geschenke fürs Nonnenleben zu überreichen.

Möge Samaneri Mahesi das höchste Ziel des heiligen Lebens verwirklichen!

Wir alle freuen uns von Herzen über diesen Schritt und begleiten Samaneri Mahesi mit unseren guten Wünschen.

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