Lilith hat uns verlassen. Das älteste Zwergschaf der Metta Vihara lag friedlich auf der Seite in ihrem Stall. Umringt von ihren Schaffreundinnen, den letzten Bissen Heu noch zwischen ihren Zähnen. Nun erinnert uns ihr Bild auf dem Altar daran, dass es sie gab. Dass es sie nicht mehr gibt. Und dass es uns auch einmal nicht mehr geben wird.

Lilith führt uns vor Augen, dass der Tod nichts Schreckliches ist. Dass es nicht schrecklich ist, dass die Dinge zu Ende gehen. Sondern im Gegenteil friedvoll und wunderschön.
Wir müssen weder weinen noch klagen. Wir erinnern uns daran, wie sie mit ihren Freundinnen um die Wette zum frischen Gras der Weide gerannt ist. An ihr “ Määäääh“, das über das ganze Gelände zu hören war. An die Fröhlichkeit, die sie in ihrem Leben verbreitet hatte. Und uns wird froh und leicht ums Herz.
Wir bewahren ihr Andenken in unseren Herzen, bis es auch da irgendwann verblasst und verschwindet. So wie alles, das entstanden ist, irgendwann verblasst und verschwindet. Und Raum für Neues schafft.
Wie wundervoll!


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