Was es auch an Tugendverdienst durch verdienstwirkende Dinge gibt, sie alle haben nicht den Wert eines Sechzehntels der gemüterlösenden Liebe. Die gemüterlösende Liebe begreift sie in sich und leuchtet und flammt und strahlt.
Gleichwie etwa aller Sternenschein nicht den Wert eines Sechzehntels des Mondenscheins hat, dieser vielmehr jenen in sich begreift und leuchtet und flammt und strahlt, ebenso nun auch: Was es da an Tugendverdienst durch verdienstwirkende Dinge gibt, sie alle haben nicht den Wert eines Sechzehntels der gemüterlösenden Liebe. Die gemüterlösende Liebe begreift sie in sich und leuchtet und flammt und strahlt.
Gleichwie etwa im letzten Monat der Regenzeit, im Herbste, die Sonne, am reinen wolkengeklärten Himmel emporsteigend, alles Dunkel des Raumes verscheucht und leuchtet und flammt und strahlt, ebenso nun auch: Was es da an Tugendverdienst durch verdienstwirkende Dinge gibt, sie alle haben nicht den Wert eines Sechzehntels der gemüterlösenden Liebe. Die gemüterlösende Liebe begreift sie in sich und leuchtet und flammt und strahlt.
Gleichwie etwa nachts zur frühen Dämmerung der Morgenstern leuchtet und flammt und strahlt, ebenso nun auch: Was es auch an Tugendverdienst durch verdienstwirkende Dinge gibt, sie alle haben nicht den Wert eines Sechzehntels der gemüterlösenden Liebe. Die gemüterlösende Liebe begreift sie in sich und leuchtet und flammt und strahlt.
Ein Mensch, der sich in Liebe übt,
in unbegrenzter, ganz bewußt,
dem werden da die Fesseln dünn,
der Haftung Schwinden merkt er bald.
Und liebt er so ein Wesen nur,
von Bosheit frei, dann bringt’s ihm Heil:
doch wer voll Mitleid alle meint,
schafft unermeßliches Verdienst.
Die Erd-Erobrer, Seher-Kön’ge,
die spendend zogen durch die Welt
nur Sechzehntel an Wert ist dies
vom Herzen, das von Liebe voll.
Wer tötet nicht, nicht töten läßt,
wer nimmer siegt noch siegen heißt,
wer liebevoll zu allen ist,
dem droht von niemand Feindschaft mehr.


Hinterlasse einen Kommentar